Das Schloss Blankenburg

Die Erbauer der Burg sind nicht bekannt. Hingegen deutet der Burgname auf die Herren von Tüdingen (Düdingen) und wird erstmals 1329 urkundlich erwähnt. 1371 gelangt die Burg in den Besitz der Stadt Freiburg und nach dem Sempacherkrieg errichtet Bern 1386 eine Kastlanei als Verwaltungssitz des Amtsbezirks Obersimmental.

1767 brannte die immer wieder umgebaute Burg vollständig ab. Bereits 1770 kann der Tschachtlan ein neues Gebäude im Stil einer Campagne beziehen.

 

 

Der damalige Werkmeister Hebler schreibt in einem Baubericht:

„Das Schloss Blankenburg stehet auf einer Anhöhe und Felsen mitten in dem Tal. Die Aussicht gehet gegen Mittag und St. Stephan. Das Hauptgebäud hat zwei Etages, das Flügelgebäuw aber nur eins. In beiden Gebäuden befindet sich Kuchi und Speiskammer, Esstuben, Frau Castlanin Stuben, Herrn Castlans Stuben und Cabinet, Audienzstuben, ein Gaststuben, Knechtenstuben, ein breiter, heiterer Gang oder Vestibule vor den Gemächern durch, im Hauptgebäuw und obern Etage ein Saal, ein Mägdestuben, der Jungfer Steiger Stuben, ein grosses Grümpgelgemach, Gang oder heiteres Vestbule, Stegen und zwei secret, grosser estrig, ein Weinkeller, zwei Gefangenschaften und ein Keller zum Garten-Eingemacht-Zeug.“

 

In einer umfassenden Renovation in den Jahren 1984/85 behielt die Campagne im Wesentlichen das Aussehen und zur Hauptsache das ursprüngliche Raumprogramm.

Durch die Reform der Verwaltung hatte der Kanton für das Schloss Blankenburg keine Verwendung mehr. Am 1.1. 2012, nach 625 Jahren, konnte die „Stiftung Schloss Blankenburg“ das Gebäude vom Kanton Bern erwerben. Die Stiftungsurkunde unterzeichneten die vier Gemeinden Boltigen, Zweisimmen, St. Stephan und Lenk. Praktisch alle Gemeinden aus der Region Saanen und Niedersimmental leisteten ebenfalls einen Beitrag. Dazu kamen zahlreiche Beiträge von Privaten und Firmen, vorallem aus der Region, aber auch aus anderen Landesteilen.

 

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